Flucht und Asyl

s c r o l l e n

Flucht und Asyl

fluchtundasy

 

„Wer heute verstehen will, muss gestern kennen.“

Wir Jusos wissen, dass unsere Region schon seit dem 17. Jahrhundert eine besondere Beziehung zum Thema Flüchtlinge und die Herausforderungen hat. In dieser Zeit sind bereits tausende Hugenotten, welche als protestantische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich fliehen mussten, nach Nordhessen gekommen und haben hier eine neue Heimat gefunden. Landgraf Karl wusste dabei genau um die Chance, die diese Menschen für unsere Region bedeuten und bot ihnen mehr als nur das Recht auf Asyl. Bis heute sind die Region und vor Allem die Stadt Kassel durch die Bauwerke und die großen Plätze der Architektenfamilie du Ry sichtbar geprägt. Durch die Märchenerzählerin Dorothea Viehmann, geborene Pierson, erlangten die Gebrüder Grimm mit ihren Haus- und Kindermärchen zu Weltruhm und auch Physiker Denis Papin gilt als Wegbereiter der Dampfmaschine und ist in die Geschichte eingegangen. Heute sind wir alle stolz auf diese Errungenschaften und dürfen sagen: „Made in Kassel!“

Die Jusos sind dafür dankbar, dass der Landkreis Kassel im Gegensatz zu vielen anderen Regionen, die zugewiesenen Flüchtlinge nicht in Containern, Zelten oder Sporthallen unterbringt, in eigener Regie betreut und dabei sogar hessenweit den höchsten Sozialbetreuungsschlüssel vorhält. Wir Jusos werden auch in Zukunft aktiv dazu beitragen, dass dieser Kurs beibehalten wird und mit Hilfe der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Menschen in Hessens Norden gut aufgenommen werden.

Wir Jusos sind stolz darauf, dass sich die Nordhessen und die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises von ihrer besten Seite zeigen und zu tausenden den Flüchtlingen ehrenamtlich helfen. Von Baunatal bis Oberweser, von Wolfhagen bis Nieste werden in zahlreichen Unterstützerkreisen werden Deutschkurse angeboten, Sachspenden gesammelt, Kinderund Familien betreut, Begegnungen organisiert oder auch einfach nur beim Verarbeiten schrecklicher Erfahrungen geholfen. Diese Menschen, die eben nicht vorbeigehen und sich auch nicht von Rückschlägen abschrecken lassen, sind die Botschafter von Menschlichkeit, der Region und unserer Gesellschaft. Wir wollen dafür sorgen, dass die Ehrenamtlichen, bei Ihrer wertvollen Arbeit noch mehr Unterstützung erhalten, denn ihren Einsatz und ihre Herzlichkeit kann kein staatliches Geld ersetzen!

Wir Jusos wollen uns dafür Einsetzen, dass Flüchtlinge mit dauerhaftem Bleiberecht in Ihren Bemühungen unterstützt werden, sich persönlich und beruflich zu verwirklichen. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass in einer globalisierten Welt auch die regionale Industrie und der Handel das Potential, welches in Flüchtlingen steckt, aufgreift und diese zeitgleich bei deren beruflichen Fortkommen unterstützt. Es müssen Konzepte entwickelt werden, welche tatsächlich zielführend sind und einem Flüchtling nicht bloß eine Unterkunft und eine Grundversorgung bieten, sondern von der Erstaufnahme bis zur Lehrstelle oder einem Arbeitsplatz gehen.

Weiterhin werden wir darauf achten und dagegen offensiv wehren, dass das Land Hessen in ihren Erstaufnahmenlagern in der Region erneut hilfesuchende Menschen monatelang in solchen menschenunwürdigen Formen unterbringt. Wer Menschen so unterbringt, schafft hausgemacht Konflikte. Zelte gehören nur auf den Campingplatz und auf die Kirmes!

footerjusos

Pin It on Pinterest